Bezirksliga 06

Falke lässt „Taten folgen“ – Baarz brilliert vom Punkt

08. März 2022, 09:42 Uhr

Benjamin Baarz traf zweimal vom Elfmeterpunkt zum 2:0-Auswärtssieg seines HFC Falke bei St. Pauli III. Foto: noveski.com

Der Druck sei schon relativ groß gewesen, haben die vergangenen Wochen beim HFC Falke durchaus Spuren hinterlassen. Nur zwei Siege aus den letzten zehn Liga-Spielen – der Aufstiegstraum ist längst ausgeträumt. Zuletzt setzte es zwei herbe Klatschen beim FC Teutonia 05 II (2:6) und gegen GW Eimsbüttel (1:5). „Wir waren uns darüber bewusst, dass wir endlich mal wieder Taten folgen lassen müssen“ so die Kampfansage von Chefcoach Dirk Hellmann, der zusammen mit Sebastian Stoffers das Ruder an der „VKK“ innehat, vor dem „Derby“ beim FC St. Pauli III. 

„Es gab unter der Woche einige Gespräche“, verriet „Helle“ – und fügte an: „Am Ende des Tages ist es aber wichtig, dass die Jungs es auf dem Platz in irgendeiner Weise umsetzen. Und das haben sie heute brillant gemacht! Die Truppe hat heute gezeigt, was eigentlich in ihr steckt, wenn sie als Team zusammen agiert. Respekt dafür!“ Das Ziel: „Uns ging es darum, Kompaktheit als Truppe herzustellen, dass jeder für den anderen läuft, kämpft und arbeitet. Das ist komplett passiert!“ Man wollte „schnelle Umschaltmomente haben“, und bekam sie im ersten Durchgang gleich zweimal.

"Vielleicht spielt er irgendwie, irgendwo und irgendwann auch den Ball"

Elija Sinemus (re.) holte den Strafstoß zum 2:0 heraus, vergab nach der Pause aber auch diverse Konterchancen. Foto: noveski.com

Nach einem Fehler im Spielaufbau der Hausherren schaltetr Falke schnell um: Über Timo Riemer und Benjamin Baarz kam der Ball am „Fünfer“ zu Hendrik Ebbecke, der im Duell mit Sebastian Plum zu Boden ging. Während sich die Kiezkicker über den Elfmeterpfiff echauffierten, konstatierte Hellmann: „Ebbecke ist frei vorm Tor und will einschieben. Der Verteidiger springt ihm in ‚Alles oder nichts‘-Manier in die Beine. Vielleicht spielt er irgendwie, irgendwo und irgendwann auch den Ball, aber er nagelt ihn brutal um.“ Deshalb: „Einen klareren Elfmeter gibt es nicht!“ Benjamin Baarz übernahm die Verantwortung – und traf, obwohl Jannik Burkhardt die richtige Ecke ahnte (21.).

Der gefoulte Ebbecke hatte wenig später die Hundertprozentige auf das 2:0 für die Gäste, zielte aber aus vier Metern freistehend am Gehäuse vorbei. Doch kurze Zeit später war es dann wieder so weit: Ein erneuter Fehler im Aufbau wurde vom HFC eiskalt bestraft. Baarz bediente Elija Sinemus, der Maximiliano Tevez kreuzte und von diesem an der Schulter zu Boden gerissen wurde. „Unstrittig“, befand Hellmann. Während Baarz die Kugel wuchtig in die Mitte des Tores beförderte – 2:0 Falke (40.).

"All das, was wir uns vorgenommen haben, haben wir umgesetzt"

Die Hausherren entwickelten offensiv kaum Durchschlagskraft. „Wir haben das extrem gut verteidigt und defensiv sehr wenig zugelassen. Viele zweite Bälle waren bei uns. Hin und wieder hatten wir auch ein bisschen Spielglück“, musste sich Hellmann darauf aber keineswegs verlassen. Kurz nach Wiederanpfiff war es ein Schlenzer des eingewechselten Ignacio Herraz, der das Ziel knapp verfehlte. Ansonsten vergaben vor allem die Gäste noch einige aussichtsreiche Kontersituationen. „All das, was wir uns unter der Woche als Mannschaft vorgenommen haben, haben wir umgesetzt und einen ganz wichtigen Dreier eingefahren. Der Sieg geht am Ende des Tages auch voll in Ordnung“, bilanzierte „Helle“.

Autor: Dennis Kormanjos

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