Testspiel

Viel Regen, sechs Treffer – und zwei zufriedene Trainer

04. September 2020, 13:12 Uhr

In der Vorwärtsbewegung: Cai-Loius Hess (re.) treibt den Ball gegen den Meiendorfer Josiah-Frimpong Basoah Richtung gegnerische Hälfte.

Auch, wenn das Ergebnis für ihn am Ende zufriedenstellend war: Mohet Wadhwa wollte einfach nur weg. Der Regen, der fast über die gesamten 90 Minuten auf den Kunstrasen am Deepenhorn prasselte, nervte den Coach des Rahlstedter SC, dessen Elf zum Testspiel beim Meiendorfer SV gastierte. Und so verabschiedete sich Wadhwa schon kurz vor dem Schlusspfiff von MSV-Co-Trainer Peter Iwosa, der den krankheitsbedingt fehlenden Chefcoach Gökhan Acar vertrat, und erklärte, er wolle schnellstmöglich in die Kabine. Einfach ins Trockene eben – und das mit einem 3:3-Remis in der Tasche. 

Dabei hatte das Match für den Hansa-Landesligisten keinen guten Auftakt genommen: Nach nur drei Minuten setzten sich die Meiendorfer auf der rechten Seite durch, die Kugel kam in den Strafraum und landete bei Atef Zakerwal, der den Oberligisten mit 1:0 in Führung brachte. Es dauerte nicht ganz eine halbe Stunde, ehe Rahlstedt ausgleichen konnte. Hatte zuvor Alexandros Vamvakidis mit einem Freistoß von halbrechts MSV-Keeper Suleyman Hoxha noch zu einer Glanztat zwingen können (15.), war der Torsteher der Hausherren gegen den Schuss von Florian Rust nach 35 Minuten machtlos. Noch vorm Seitenwechsel brachte Artur Blum die Rahlstedter dann mit 2:1 in Führung (40.).

Iwosa: „Wenn man dumme Fehler im Zentrum macht, dann wird das sofort bestraft“

Meiendorfs Andi Ayim (li.) muss dem Rahlstedter Joel Osei Szillat den Vortritt lassen.

Nach Wiederbeginn hatte der Zeiger der Uhr gerade einmal fünf Minuten hinter sich gebracht, als der MSV in Person von Andi Ayim zurückschlug und zum 2:2 ausglich. Kapitän Haci Gündogan brachte die Meiendorfer nach 69 Minuten dann mit einem sehenswerten Schuss mit 3:2 wieder in Führung, doch am Ende konnte der RSC diesen Rückstand noch einmal egalisieren: Es lief die 75. Minute, als sich der Hansa-Landesligist schnell nach vorne durchkombinierte und Christian Ayim – in der vergangenen Saison noch für Oberligist Hamm United aktiv – das Spielgerät nach einer Hereingabe anschließend in der Box aus kurzer Distanz nur noch über die Linie drücken musste.

„In der Vorbereitung ist das 3:3 in Ordnung. Es geht ja nicht im Punkte“, konstatierte Peter Iwosa nach der Begegnung. „Man hat gemerkt, dass wir noch viel arbeiten müssen. Wir haben gegen einen Landesligisten gespielt und gesehen: Wenn man dumme Fehler im Zentrum macht, dann wird das sofort bestraft – und in der Oberliga ist das nochmal anders“, bilanzierte der Co-Trainer des MSV und fügte aus seiner Sicht hinzu: „Ich habe aber auch positive Sachen gesehen. Die Jungs haben versucht, gut Fußball zu spielen – auch hinten raus. Wir waren präsent, müssen aber nach vorne noch zielstrebiger werden.“

Wadhwa: „Ich finde, wir haben für ein Testspiel einen vernünftigen Auftritt gezeigt“

Energisch an der Seitenlinie: Rahlstedts Trainer Mohet Wadhwa.

„Ich glaube, das Ergebnis ist verhältnismäßig gerecht. Aber es geht in erster Linie auch gar nicht um das Resultat, sondern darum, dass wir fit werden“, begann derweil Mo Wadhwa sein Statement nach der Partie und ergänzte dann: „Man hat gesehen, dass wir uns an ein Tempo, das in der Oberliga gespielt wird, anpassen können. Ich glaube, wenn wir das mitgehen können, dann können wir das auch in der Landesliga. Die Ober- ist gegenüber der Landelsiga nochmal anders, da sind die Spieler in vielen Situationen spritziger. Aber es ist auch eine Stärke meiner Mannchaft, spritzig und fit zu sein. Ich finde, wir haben für ein Testspiel einen vernünftigen Auftritt gezeigt.“  

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