Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

02.03.2020

Köpke feiert Dreierpack

Kreisliga 5 | Teammanagerbericht SC Eilbek II

Lange stand der Start ins Pflichtspieljahr 2020 in den Sternen, denn dauerhafte Regenfälle in den letzten Wochen sollten den kleinen Kunstrasen an der Finkenau zu schaffen machen. Doch erstaunlicherweise präsentierte sich der Polonia-Platz in einem hervorragenden Zustand und ließ ein gepflegtes Spiel zu. Trotz der Tabellensituation der Hausherren (16. und Letzter) warnte Trainer Klaus Pablo Torgau beim Auftritt in seiner Geburtsstraße vor der physischen Gangart des Gegners und legte ein besonderes Augenmerk auf vermeintlich häufig aufkommende Standardsituationen. Im neu formierten 433 besetzte Liga-Rückkehrer Tohme die Position des Rechtsaußen, den linken Flügel besetzte der etatmäßige Mittelangreifer Henning. Eilbeks externe Winter-Neuzugänge Grozinger, Pinto de Almeida, Tillack und Kleckner waren allesamt aufgrund von Urlauben oder Verletzungen noch nicht im Kader.


Vom Anpfiff weg übernahmen die in weiß-grün-grün gekleideten Gäste das Kommando, die erste Torchance gehörte aber den Gastgebern. Ein Freistoß von der Mittellinie flog in den Eilbeker Strafraum, wo Kamil Krol nach einem Abpraller im Durcheinander am schnellsten reagierte und ins lange Eck zum 1:0 nach nicht einmal fünf Minuten traf. Doch schnell konnte Eilbek den Rückstand egalisieren, Chuleck machte nach einer Ecke den Ball wieder scharf und Jonas Köpke konnte das Leder per Kopf über den herausgeeilten Schlussmann Wriedt legen, keine zwei Minuten später stand es schon 1:1. Bereits zuvor scheiterte Helm per Kopfstoß nach einem Eckball an ansonsten hervorragend aufgelegten Piotr Wriedt, der im Winter vom VfL Hammonia zurück zu Polonia wechselte.

Der SCE blieb die feldüberlegene Mannschaft, nach einem Einwurf von Heinrich schloss Henning per Direktabnahme von der Strafraumgrenze ab, der stramme Abschluss ging knapp rechts vorbei. Nach 25 Minuten belohnte sich Eilbek für seine guten Offensivbemühungen, denn Heinrichs Freistoß aus 22 Metern zentraler Position wurde von einem Mauerspieler unhaltbar abgefälscht, für den Linksverteidiger war es bereits das vierte Saisontor. Polonia versuchte überwiegend mit langen Bällen den schnellen Uzdowski einzusetzen, bis auf einen Abschluss aus spitzem Winkel, den Sechting sicher parierte, kam der dribbelstarke Angreifer kaum zur Geltung. Die einzige echte Torchance aus dem Spiel heraus für das Schlusslicht hatte Suchodolski, bei dessen 18-Meter-Schlenzer sich Sechting lang machen musste und stark parieren konnte. Noch vor dem Seitenwechsel verpasste Tohme nach feinem Zuspiel von Köpke die Vorentscheidung, Wriedt parierte erneut stark.

Noch eindeutiger wurde das Spielgeschehen nach dem Seitenwechsel, Tohmes Freistoß scheiterte an der Mauer, Hennings wuchtigen Dropkick beim Abpraller aus 20 Metern fischte Wriedt sensationell aus dem Winkel. In der Folge war Polonias Schlussmann aber mehrfach chancenlos und musste binnen sieben Minuten drei Mal die Kugel aus dem Netz holen. Dahms‘ hoher Ballgewinn war Ausgangspunkt für das 1:3, Eilbeks Sechser setzte Henning ein, der mit Ball in den Strafraum eindrang und sein neuntes Saisontor markieren konnte. Auch als Vorbereiter konnte sich Henning in Szene setzen, Heinrich bediente Henning, der von der Grundlinie in den Rückraum legte, wo Sebastian Helm keine Mühen beim 1:4 hatte. Die endgültige Entscheidung gab es dann nach etwas mehr als einer Stunde, Helm fand mit seinem Zuspiel den startenden Henning, der gegen Wriedt noch zweiter Sieger war, doch Jonas Köpke drückte den Rebound über die Linie.

Dass Kassem Tohme kurz zuvor noch aus halbrechter Position noch ein weiteres Tor verpasste und Wriedt dessen Schuss erneut stark parierte, tat Eilbeks Siegeszug keinen Abbruch mehr. Auch der für Tohme eingewechselte Hensch konnte und wollte bei seinem ersten Saisoneinsatz noch Eigenwerbung betreiben. Nachdem Dahms nach Kombination über Henning und Feldmeier das Tor knapp verfehlte und Hensch auf Vorlage von Helm an Wriedt scheiterte, machte es Köpke besser und erzielte im Überzahl-Konter nach Pass von Hensch den 1:6-Endstand. Den Viererpack verpasste Köpke, erneut konnte sich Wriedt auszeichnen, Heinrichs Kopfball nach der Parade konnte noch auf der Linie geklärt werden.

Wie schon im Hinspiel setzt sich Eilbek auch in der Höhe verdient mit 6:1 durch und bestätigt den guten Eindruck aus der Vorbereitung. In der kommenden Woche wartet mit dem USC Paloma III das nächste Kellerkind auf den SCE.

Aufstellung:
Marcel Sechting – Raphael Chuleck, Genia Rubin, Sören Sager, Steffen Heinrich – Dennis Dahms, David Feldmeier © (76. Malte Cordes-Gebken), Sebastian Helm – Kassem Tohme (66. Marius Hensch), Jonas Köpke (86. Adrian Klanke), Marc Henning

Tore:
1:0 Kamil Krol (5., Rechtsschuss)
1:1 Jonas Köpke (7., Kopfball, Chuleck)
1:2 Steffen Heinrich (25., dir. Freistoß, Linksschuss, Dahms)
1:3 Marc Henning (55., Rechtsschuss, Dahms)
1:4 Sebastian Helm (59., Rechtsschuss, Henning)
1:5 Jonas Köpke (62., Linksschuss, Henning)
1:6 Jonas Köpke (73., Rechtsschuss, Hensch)

Gelbe Karten:
Keine

Schiedsrichter:
Hasan Olgun (Note 1,5) – Kommunzierte die wenigen kniffligen Angelenheiten vorbildlich und kam so in einer fairen Partie ohne Karte aus.

Spielnote: 2
Viel Gebolze war auf dem kleinen Grandplatz erwartet worden, tatsächlich war es ein sehr ansehnliches und intensives Spiel.

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