Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

01.12.2014

Rubin-Aussetzer kostet Eilbek II zwei Punkte

18. Spieltag: SC Eilbek II - SV West-Eimsbüttel 1:1 (1:0)

Schon vor Anpfiff gab es die erste Hiobsbotschaft für den SC Eilbek II, denn bei seinem Aushilfseinsatz in der Liga verletzte sich Christian Zinke schwer, mit einem Patellasehnenriss wurde der Verteidiger umgehend ins Krankenhaus gefahren. Neben Zinke stand auch Krohn in der Startelf des Bezirksligisten, Rubin spielte dafür beim SCE II und sollte später noch Reden von sich machen.

Von der ersten Minute an entwickelte sich ein Spiel auf Augenhöhe, die Gäste traten nicht auf wie ein Drittletzter und auch das Spielermaterial um die starken Tintelnot, Olfe und Yao ließ anderes vermuten. Doch vielleicht sind es beim SV West-Eimsbüttel solch kleine Fehler wie vor dem Eilbeker Führungstreffer, die die Mannschaft in den Tabellenkeller bringen. Nachdem "Wespe" gut in die Partie startete und etwas mehr Ballbesitz zu verzeichnen hatte, schoss Eilbek II mit seiner ersten Torchance das 1:0. Ein Abstoß von Köwener landete genau auf dem Kopf von Schwemann, der mit seinem Kopfball in den Lauf von Zimmer die gesamte Hintermannschaft entblößte. Eilbeks "Mr. Torgefahr" den Temperaturen heute angemessen eiskalt vor dem Tor und nagelte die Pille mit Hilfe der Unterkante der Latte ins Tor, Köwener war machtlos. Für Zimmer war es das dritte Saisontor, für Schwemann die fünfte Vorbereitung, damit zog er mit Steffen Heinrich gleich, der heute erstmals in dieser Saison wegen einer Nackenverletzung fehlte.

Das Tor gab dem Eilbeker Spiel keine Sicherheit und doch gehörte dem SC Eilbek II die nächste große Chance, um das Spiel noch vor der Pause vielleicht zu entscheiden. Schwemann spielte einen Pass in die Schnittstelle auf den durchstartenden Linksverteidiger Feldmeier, der zusammen mit Bussat und Lammert allein auf das Eimsbütteler Tor zulief, und Feldmeier bediente Bussat fünf Meter vor dem Tor mit einem Querpass, doch Bussat schaffte das Kunststück, den Ball nicht im leeren Tor unterzubringen, so dass Lammert den Ball aus einem Meter über die Linie drücken musste, doch dabei entschied Schiedsrichter Lemcke zurecht auf Abseits. Es hätte das 2:0 in dieser Partie sein müssen!

Kurz vor dem Seitenwechsel hatten die Gäste dann auch ihre erste Gelegenheit, aus mehr oder weniger heiterem Himmel stand Yao, der Eilbek II schon im Hinspiel Probleme bereitete, auf einmal völlig frei vor Torgau, der mit einer Fußparade den Ausgleich verhinderte. Mit einem an den Spielanteilen etwas schmeichelhaften, nach Chancen aber verdienten 1:0 ging es anschließend zum Aufwärmen in die Kabinen.

Um bei den Wortspielen mit der Temperatur zu bleiben: Eilbek wurde nach der Pause kalt erwischt! Liga-Leihgabe Rubin verlor im Dribbling als letzter Mann gegen Yao den Ball, Eimsbüttels Stürmer umkurvte Torgau und schob den Ball aus spitzem Winkel zum 1:1 ein. Ein absolut unnötiges Gegentor, denn schon vor dem Spiel wurde Rubin darauf hingewiesen, dass er seine leichtfertigen und fahrigen Dribblings als Innenverteidiger sein lassen soll. Hier hatte der Spieler seinen eigenen Kopf und verschuldete das Tor, das Eilbek II am Ende zwei Punkte kosten sollte.

Weitere Strafraumszenen waren vor einer Minuskulisse von acht Zuschauern heute kaum noch zu sehen. Olfe zielte vom Strafraumeck etwas zu hoch, Michalski scheiterte aus sechs Metern an Torgau und auf der Gegenseite hielt Köwener seine Mannen gegen Zimmer im Spiel. Kurz vor Toresschluss verpasste Betzold eine Hereingabe von Zimmer nur um eine Fußlänge, ansonsten blieb es beim tristen 1:1, das den Spielanteilen angemessen war.

West-Eimsbüttel wird sich bei Anhalten dieser Leistungen mit ziemlicher Sicherheit noch aus dem Tabellenkeller verabschieden und der SC Eilbek II ist mit einer Rekord-Punktausbeute trotz diverser schwacher Heimauftritte auf dem besten Wege zum zweiten Mal hintereinander die beste Saison der Vereinsgeschichte zu spielen und verabschiedet sich damit in die wohlverdiente Winterpause.

Aufstellung:
Klaus Pablo Torgau - Heiko Krützmann (60. Marc Schultz), Genia Rubin, Sören Sager, David Feldmeier - Arne Bussat, Timm Schwemann - Stefan Zimmer, Artur Lammert, Jan Hesse (73. Eduard Ramburger) - Daniel Betzold

Tore:
1:0 Stefan Zimmer (16., Rechtsschuss, Schwemann)
1:1 Dichao Yao (48., Rechtsschuss, ohne Vorarbeit)

Gelbe Karten:
Krützmann, Sager - Behrens

Schiedsrichter:
Bernd Bodenstein (Note 2,5) - Souveräne Leitung in einem weitestgehend fairen Spiel. Lediglich ein Assistent hatte leichte Probleme bei Abseitsentscheidungen.