Teammanagerbericht: SC Eilbek II

Autor: Klaus Pablo Torgau

12.05.2014

Joker Nimaga bringt den Sieg

Nach dem Einsatz der Notelf in der Vorwoche konnte Eilbek II-Trainer Dennis Houillon ein wenig tiefer in den Spieler-Lostopf greifen und stellte gleich sechs Mal um, nur Torgau, Horn, Sager, Heppner und Redenius überlebten die Personalrochade. Der heutige Gegner DuWo 08 II ist einer der Lieblingsgegner des SC Eilbek II, noch nie hat man auf dem schönen Rasenplatz an der Sthamerstraße verloren, zudem erzielte man dort vor vier Jahren das erste Schlepphoden-Tor der Vereinsgeschichte. Im wohl vorerst letzten Spiel auf dem Heinrich-Kruse-Sportplatz - DuWo II wird in der kommenden Saison DuWo I und wird dann wohl in der Kreisliga 6 starten - sollte das Gesetz der Serie gelten.

Trotz sintflutartiger Regenfälle in den Vortagen präsentierte sich der Rasen in einem vorzüglichen Zustand, alles war für einen schönen Fußball-Nachmittag angerichtet. Es sollten zwei Halbzeiten folgen, die so unterschiedlich waren wie Tag und Nacht. Präsentierte sich vor dem Seitenwechsel Eilbek II als klar dominante Mannschaft, so bat DuWo II nach dem Pausentee zum Diktat.

So hatte der SCE II neben 75% Ballbesitz im ersten Abschnitt auch die besseren Chancen, Heppner scheiterte zunächst nach einem Doppelpass mit Keibel an Jaschinski, Lammerts Abschluss nach einem Solo durch die Abwehrreihen ging nur haarscharf über das Tor. Kurz darauf scheiterte Redenius nach einer Flanke von Zimmer an Schlussmann Daniel Jaschinski. Doch Eilbek spielte weiter auf die Führung, präsentierte sich endlich mal wieder stark in der Arbeit gegen den Ball und so war die Art und Weise des Führungstreffers bezeichnend: DuWo-Verteidiger Schröder ließ sich am eigenen Strafraum viel zu lange Zeit und wurde von Redenius unter Druck gesetzt, der von Redenius geblockte Befreiunggsschlag landete vor den Füßen von Artur Lammert, der im Strafraum vom übermotiviert aus dem Tor geeilten Jaschinski gelegt wurde. Der gefoulte selbst trat an und belohnte sich mit dem Strafstoßtreffer für seine sehr starke Leistung.

Die 1:0-Führung hatte jedoch nicht eine Minute Bestand, da traf Kevin Cyglicki zum 1:1. Der zwei Meter im Abseits stehende Lehnhoff wurde auf dem rechten Flügel bedient, ging bis zur Grundlinie von flankte von dort aus in den Rücken der Eilbeker Abwehr, wo Linksaußen Cyglicki angesprintet kam und den Ball sehenswert genau im Winkel versenkte. Es war nicht die erste Abseits-Fehlentscheidung in der Partie, der Assistent auf der Tribünenseite erwischte nicht seinen besten Tag.

Mit einem für die Hausherren überaus schmeichelhaften Remis ging es in die Kabinen, wo DuWo-Coach Reglin Keim sitzen ließ und für ihn Sascha Gerweck brachte. Ob allein diese Auswechslung der Grund für den Wandel des Spiels sorgte, bleibt jedoch Ungewiss. Zunächst hätte Redenius Eilbek II jedoch in Führung bringen müssen, einen zu kurz geratenen Rückpass erspähte der Angreifer und umspielte Jaschinski, doch sein Linksschuss wurde auf der Linie von einem DuWo-Verteidiger noch geklärt. Es war für eine lange Zeit die letzte Chance des SCE II, denn danach spielten nur noch die Nord-Hamburger. Zunächst spitzelte Keeper Torgau dem durchgebrochenen Schmitz dreißig Meter vor dem Tor den Ball vom Fuß, es sollte die letzte Aktion für den Ex-Eilbeker im Spiel sein, für ihn kam Marvin Mückner in die Partie.

Und eben jener Mückner war sofort Aktivposten im Spiel! Kurz nach seiner Einwechslung war Offensivspieler mit einer Flanke an der ersten DuWo-Großchance beteiligt, doch Cyglicki schaffte das Kunststück die flache Maßflanke aus sechs Metern nicht an Torgau vorbeizubringen. Kurze Zeit später hatte Mückner selbst die Führung auf dem Fuß, doch Torgau blieb im Duell der Sieger. Und Mückner sollte auch an der dritten Großchance für DuWo beteiligt sein, eine eher harmlose Flanke rutschte Torgau im Regen durch die Finger, doch Mückner bekam den Ball aus zwei Metern nicht mehr entscheidend um den Pfosten gedreht.

Und wie es im Fußball so ist, wenn man vorne die Buden nicht macht, kassiert man hinten eine, so auch heute. Arne Bussat schickte mit einem zuckersüßen-lehrbuchmüßigen-butterweichen-Sahnepasse Zimmer auf dem rechten Flügel, seine direkte Flanke fand den eingewechselten Dembo Nimaga, der mit halb volley-halb Seitfallzieher ins Tor traf (84.). Ein Treffer für die Galerie! Eilbek II brachte die Führung mit Routine über die Zeit und bleibt somit auf Platz 4 der Tabelle.

Zum Saisonabschluss geht es am kommenden Sonntag um 13 Uhr zuhause gegen den TSV Wandsetal II im Derby um die letzten Punkte der Saison.


Aufstellung SC Eilbek II:
Klaus Pablo Torgau - Stephan Horn, Timm Schwemann, Sören Sager, Steffen Heinrich - Jan Keibel (67. Dominic Tarbasar), Arne Bussat - Stefan Zimmer, Artur Lammert, Marco Heppner (75. Dembo Nimaga) - Ingo Redenius

Tor:
0:1 Artur Lammert (32., Foulelfmeter, Rechtsschuss, Lammert)
1:1 Kevin Cyglicki (33., Rechtsschuss, Lehnhoff)
1:2 Dembo Nimaga (84., Linksschuss, Zimmer)

Gelbe Karte:
Schmitz

Schiedsrichter:
Florian Baum (Note 3,5) - Mit einigen Fehlern bei der Abseitsbewertung und machte nicht den motiviertesten Eindruck. Tat nur die Schritte, die absolut notwendig waren.


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